Auszahlung und Steuern: Wann Kursplattformen dein Geld überweisen
Beim Vergleich zum Keyword „online course platform payout“ zählt nicht nur, wie viel du mit einem Kurs verkaufst. Entscheidend ist auch, wann das Geld…
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Dossier Nº 04 · Juli 2026
Wer nach „best online course platform“ sucht, braucht mehr als eine Liste günstiger Einstiegstarife. Entscheidend sind die effektiven Kosten bei deinem…
Inhalt dieser Ausgabe
Live-Preise
| Anbieter | Besonders geeignet für | Preis | Genau prüfen |
|---|---|---|---|
| Teachable | Creator, Coaches und kleine Kursteams | Starter · jährlich$29/Website/Monat7,5 % TransaktionsgebührStand 23.07.2026 · Quelle: Teachable Preisseite | Transaktionsgebühren des Tarifs, Auszahlungsweg, benötigte Integrationen |
| Thinkific | Anbieter mit Fokus auf Lernerlebnis und strukturierte Kursangebote | Basic · jährlich$36/Website/Monat0 % mit Thinkific PaymentsStand 23.07.2026 · Quelle: Thinkific Preisseite | Checkout-Anforderungen, Zahlungsanbieter, Funktionen pro Tarif |
| Kajabi | Unternehmen mit Kursen, E-Mail-Marketing und Funnels | Basic · jährlich$143/Website/Monat2,9 % + 0,30 $ mit Kajabi PaymentsStand 23.07.2026 · Quelle: Kajabi Preisseite | Höhere Fixkosten und mögliche Überschneidungen mit vorhandenen Tools |
Freies Werkzeug
Was bleibt von deinem Kursumsatz übrig, wenn Planpreis und Transaktionsgebühr abgezogen sind? Rein clientseitig, keine Datenübertragung.
Alle Startwerte sind Richtwerte, selbst anpassen. Der Rechner verwendet keine echten Anbieterpreise als Vorgabe. Prüfe den aktuell gültigen Tarif immer direkt beim jeweiligen Anbieter.
Deine Monatsrechnung
Von 4.000 € Kursumsatz bleiben rechnerisch 3.721 € nach Tarifpreis und Transaktionsgebühr.
Der Rechner setzt voraus, dass die Transaktionsgebühr ein fester Prozentsatz des gesamten Monatsumsatzes ist und alle Verkäufe zum selben effektiven Gebührensatz abgerechnet werden. Zahlungsdienstleistergebühren (z. B. Kreditkarte, PayPal), Steuern, Rückerstattungen, Rabatte und Jahresverträge sind nicht enthalten und sollten separat eingeplant werden.
Das Ergebnis ist eine Rechenhilfe zur Orientierung, keine individuelle Finanz- oder Steuerberatung.
Akte 01 · Titelgeschichte
Wer nach „best online course platform“ sucht, braucht mehr als eine Liste günstiger Einstiegstarife. Entscheidend sind die effektiven Kosten bei deinem erwarteten Umsatz, die verfügbaren Verkaufsfunktionen und die Zeit bis zur Auszahlung. Dieser Vergleich ordnet Teachable, Thinkific, Kajabi, Podia und Marktplätze wie Udemy nach diesen Kriterien ein.
Eine eigene Kursplattform gibt dir mehr Kontrolle über Preise, Inhalte, Kundendaten und Markenauftritt als ein Kursmarktplatz. Dafür musst du Reichweite und Verkäufe selbst aufbauen. Die beste Lösung hängt deshalb davon ab, wie du Kundinnen und Kunden gewinnst und welche Aufgaben das System übernehmen soll.
| Plattform | Besonders geeignet für | Stärken | Genau prüfen |
|---|---|---|---|
| Teachable | Creator, Coaches und kleine Kursteams | Kurserstellung, Checkout, Verkaufsfunktionen und Zahlungsabwicklung in einem System | Transaktionsgebühren des Tarifs, Auszahlungsweg, benötigte Integrationen |
| Thinkific | Anbieter mit Fokus auf Lernerlebnis und strukturierte Kursangebote | Flexible Kursgestaltung, Community- und Website-Funktionen je nach Tarif | Checkout-Anforderungen, Zahlungsanbieter, Funktionen pro Tarif |
| Kajabi | Unternehmen mit Kursen, E-Mail-Marketing und Funnels | Viele Marketingfunktionen unter einer Oberfläche | Höhere Fixkosten und mögliche Überschneidungen mit vorhandenen Tools |
| Podia | Solo-Creator mit Kursen, Downloads und einfachen Mitgliedschaften | Überschaubare Bedienung und mehrere digitale Produktarten | Funktionsumfang für komplexe Automationen und Gebühren des gewählten Tarifs |
| Udemy | Einsteiger, die einen bestehenden Marktplatz testen möchten | Vorhandene Reichweite und einfache Veröffentlichung | Begrenzte Preiskontrolle, Umsatzbeteiligung und eingeschränkter direkter Kundenzugang |
Teachable ist vor allem dann relevant, wenn du Kurse unter deiner eigenen Marke verkaufen und Checkout, Kurszugang sowie Zahlungsabwicklung möglichst eng verbinden möchtest. Kajabi kann besser passen, wenn du zusätzlich E-Mail-Kampagnen und Funnels in derselben Plattform betreiben willst. Thinkific verdient einen genaueren Blick, wenn Lernstruktur und Kursdarstellung höher gewichtet werden. Podia richtet sich eher an Creator, die verschiedene digitale Produkte ohne komplexen Technikaufbau anbieten.
Udemy folgt einem anderen Modell. Der Marktplatz kann dir Reichweite verschaffen, bietet aber weniger Kontrolle über Preisgestaltung und Kundenbeziehung. Ein direkter Kostenvergleich mit selbst gehosteten Kursplattformen ist deshalb nur sinnvoll, wenn auch Umsatzbeteiligung, Rabatte und der Wert des Marktplatz-Traffics berücksichtigt werden.
Der öffentlich beworbene Monatspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Je nach Plattform, Tarif, Zahlungsart und Land können weitere Kosten entstehen:
Für diesen Vergleich wird deshalb ein Gebühren- und Break-even-Rechner verwendet. Er berechnet für mindestens 20 Umsatzstufen die effektiven Gesamtkosten einschließlich Transaktions- und Zahlungsdienstleistergebühren. So lässt sich erkennen, ab welchem Monatsumsatz ein Tarif mit höherer Grundgebühr, aber geringeren variablen Gebühren günstiger wird.
Die Grundformel lautet:
Effektive Monatskosten = Tarifpreis + Plattformgebühren + Zahlungsgebühren + notwendige Zusatztools
Ein vereinfachtes Beispiel zeigt den Effekt. Tarif A kostet 39 Euro monatlich und verlangt zusätzlich 5 Prozent Transaktionsgebühr. Tarif B kostet 119 Euro ohne plattformeigene Transaktionsgebühr. Zahlungsdienstleistergebühren fallen in diesem Beispiel bei beiden Tarifen in gleicher Höhe an.
| Monatsumsatz | Tarif A | Tarif B | Günstigere Option |
|---|---|---|---|
| 500 Euro | 64 Euro | 119 Euro | Tarif A |
| 1.000 Euro | 89 Euro | 119 Euro | Tarif A |
| 1.600 Euro | 119 Euro | 119 Euro | Gleichstand |
| 3.000 Euro | 189 Euro | 119 Euro | Tarif B |
| 10.000 Euro | 539 Euro | 119 Euro | Tarif B |
Das Beispiel enthält keine konkreten Preise einer genannten Plattform. Es verdeutlicht den Break-even: Bei niedrigen Umsätzen zählt häufig die geringe Grundgebühr. Mit wachsendem Umsatz gewinnen niedrigere variable Gebühren an Gewicht.
Für deine eigene Kalkulation solltest du außerdem den durchschnittlichen Bestellwert eintragen. Bei zehn Verkäufen zu je 100 Euro wirken fixe Gebühren pro Zahlung anders als bei einem Verkauf zu 1.000 Euro. Auch Ratenzahlungen können die Anzahl kostenpflichtiger Zahlungsvorgänge erhöhen.
Angaben wie „tägliche Auszahlung“ oder „Auszahlung nach 30 Tagen“ lassen sich nur eingeschränkt vergleichen. Die reale Frist kann von der Zahlungsart, dem Land, einer Prüfphase für neue Konten, Wochenenden und dem angeschlossenen Zahlungsdienstleister abhängen.
Deshalb wird auf jeder Plattform derselbe Testkurs mit identischem Preis angelegt und über einen echten Testverkauf gekauft. Dokumentiert werden vier Zeitpunkte:
Die tatsächliche Auszahlungsfrist ist der Zeitraum zwischen erfolgreicher Zahlung und Bankgutschrift. Diese Messung ist aussagekräftiger als eine reine Wiedergabe der beworbenen Auszahlungsfrequenz.
Für etablierte Creator kann eine längere Frist verkraftbar sein. Bei einem neuen Kursgeschäft beeinflusst sie dagegen die Liquidität erheblich. Wer Werbekosten, freie Mitarbeitende oder Software monatlich bezahlt, sollte einen Sicherheitspuffer für ausstehende Umsätze einplanen.
Prüfe zusätzlich, wer rechtlich als Verkäufer auftritt. Bei manchen Modellen wickelt die Plattform Steuern und Zahlungen als Merchant of Record ab. Bei anderen bleibst du selbst Verkäufer und bist für Umsatzsteuer, Rechnungen und Rückerstattungen verantwortlich. Diese Unterscheidung kann wichtiger sein als ein kleiner Preisunterschied zwischen zwei Tarifen.
Vor der Tarifwahl hilft ein Vergleich anhand deines geplanten Verkaufsprozesses. Die folgenden Fragen grenzen die passenden Plattformen ein:
Teachable ist eine naheliegende Option für Creator, die einen eigenen Kursbereich mit integrierten Verkaufsfunktionen suchen. Vor der Buchung sollten der konkrete Tarif, die anfallenden Gebühren und der verfügbare Auszahlungsweg für das eigene Land geprüft werden. Der passende Tarif ist derjenige, dessen Gesamtkosten bei deinem erwarteten Umsatz tragbar bleiben und dessen Funktionsumfang zusätzliche Einzellösungen überflüssig macht.
Kajabi kann seine höheren Fixkosten rechtfertigen, wenn dadurch separate Systeme für E-Mail-Marketing, Landingpages und Automationen entfallen. Thinkific eignet sich für Anbieter, die mehr Wert auf Kursstruktur und Lernumgebung legen. Podia ist interessant, wenn eine einfache Verwaltung verschiedener digitaler Produkte Vorrang hat. Ein Marktplatz wie Udemy kann zum Testen eines Themas sinnvoll sein, ersetzt aber nicht automatisch eine eigene Vertriebsbasis.
Für Anfänger ist eine Plattform geeignet, die Kurseditor, Checkout, Zahlungsabwicklung und grundlegende Verkaufsseiten ohne aufwendige Einrichtung verbindet. Teachable und Podia kommen dafür häufig infrage. Die Entscheidung sollte anhand des geplanten Umsatzes, der benötigten Zahlungsarten und der Gebühren im jeweiligen Tarif fallen.
Nein. Ein Tarif ohne plattformeigene Transaktionsgebühr kann eine höhere monatliche Grundgebühr haben. Außerdem bleiben meist Gebühren des Zahlungsdienstleisters bestehen. Ein Break-even-Vergleich über mehrere Umsatzstufen zeigt, ab wann sich der teurere Tarif tatsächlich rechnet.
Die Dauer hängt von Plattform, Zahlungsdienstleister, Land, Kontostatus und Banklaufzeit ab. Die angegebene Auszahlungsfrequenz entspricht nicht immer der Zeit zwischen Verkauf und Geldeingang. Ein echter Testverkauf mit dokumentierter Bankgutschrift liefert den belastbareren Vergleichswert.
Ein Wechsel ist möglich, verursacht aber Arbeit. Kursvideos, Texte und Kundendaten lassen sich häufig exportieren oder neu importieren. Zahlungsabonnements, Lernfortschritt, Automationen, Zertifikate und Passwörter sind meist schwieriger zu übertragen. Exportmöglichkeiten und Datenzugriff sollten deshalb bereits vor der ersten Tarifwahl geprüft werden.
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