Redaktion für Kursplattformen · Stand Juli 2026
Kursakte LogoKursakte.

Werbehinweis: Kursakte finanziert sich über Affiliate-Provisionen aus Verlinkungen zu den vorgestellten Anbietern. Das beeinflusst nicht, ob ein Kriterium erfüllt ist. Es beeinflusst, wie wir uns finanzieren.

Kostencheck

Gesamtkosten pro Jahr bei 1.000, 10.000 und 50.000 Euro Kursumsatz

Ein aussagekräftiger „online course platform cost comparison“ darf nicht beim monatlichen Tarifpreis enden. Entscheidend sind die jährlichen Gesamtkosten aus…

22. Juli 20264 Minuten LesezeitRedaktion Kursakte
Redaktionelles Stillleben zu Gebuehren: Aktendeckel mit Prozent-Stempel und Muenzstapel
Redaktionelles Stillleben zu Gebuehren: Aktendeckel mit Prozent-Stempel und Muenzstapel
WerbehinweisWerbehinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du dich über einen solchen Link anmeldest oder etwas kaufst, erhalten wir gegebenenfalls eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Ein aussagekräftiger „online course platform cost comparison“ darf nicht beim monatlichen Tarifpreis enden. Entscheidend sind die jährlichen Gesamtkosten aus Grundgebühr, Plattformprovision, Zahlungsabwicklung und weiteren verkaufsabhängigen Gebühren.

So entstehen die tatsächlichen Plattformkosten

Bei einer Kursplattform können vier Kostenblöcke anfallen:

  1. Monatliche oder jährliche Grundgebühr
  2. Transaktionsgebühr der Plattform
  3. Gebühren des Zahlungsdienstleisters
  4. Zusatzkosten für Funktionen, Auszahlungen oder Fremdwährungen

Ein Tarif für 39 Euro pro Monat kostet zunächst 468 Euro pro Jahr. Verlangt die Plattform zusätzlich fünf Prozent des Umsatzes, kommen bei 10.000 Euro Kursumsatz weitere 500 Euro hinzu. Die Zahlungsabwicklung ist darin häufig noch nicht enthalten.

Wer Teachable oder eine andere Kursplattform prüft, sollte deshalb nicht allein den beworbenen Einstiegspreis vergleichen. Eine günstige Grundgebühr kann bei wachsendem Umsatz durch prozentuale Gebühren schnell an Bedeutung verlieren.

Kostenvergleich bei drei Umsatzstufen

Die folgende Beispielrechnung zeigt drei typische Gebührenmodelle. Sie dient als nachvollziehbare Vergleichsbasis und bildet keine verbindlichen Preise einzelner Anbieter ab.

Gebührenmodell Jährliche Grundgebühr Plattformgebühr
Fixpreis-Modell 468 € 0 %
Hybrid-Modell 348 € 5 %
Umsatz-Modell 0 € 10 %

Für die Zahlungsabwicklung werden beispielhaft 2,9 Prozent plus 0,30 Euro je Verkauf angesetzt. Der durchschnittliche Bestellwert beträgt 100 Euro. Daraus ergeben sich 10, 100 beziehungsweise 500 Verkäufe.

Kursumsatz pro Jahr Zahlungsgebühren Fixpreis-Modell Hybrid-Modell Umsatz-Modell
1.000 € 32 € 500 € 430 € 132 €
10.000 € 320 € 788 € 1.168 € 1.320 €
50.000 € 1.600 € 2.068 € 4.448 € 6.600 €

Bei 1.000 Euro Jahresumsatz verursacht ein reines Umsatzmodell in diesem Beispiel die geringsten Kosten. Bei 10.000 Euro ist das Fixpreis-Modell bereits günstiger. Bei 50.000 Euro beträgt der Abstand zwischen Fixpreis- und Umsatz-Modell 4.532 Euro pro Jahr.

Steuern, Rückerstattungen, Rückbuchungen, Währungsumrechnung und kostenpflichtige Zusatzfunktionen sind in der Tabelle nicht berücksichtigt. Für einen fairen Vergleich müssen bei allen Plattformen dieselben Annahmen verwendet werden.

Break-even statt Monatsgebühr vergleichen

Der Break-even zeigt, ab welchem Umsatz sich ein Tarif mit höherer Grundgebühr und niedrigerer Umsatzbeteiligung rechnet.

Im Beispiel wird das Fixpreis-Modell gegenüber dem Hybrid-Modell ab 2.400 Euro Jahresumsatz günstiger. Die Rechnung lautet:

(468 € Grundgebühr minus 348 € Grundgebühr) geteilt durch 5 % = 2.400 € Umsatz

Gegenüber dem Umsatz-Modell mit zehn Prozent Plattformgebühr erreicht das Fixpreis-Modell seinen Kostenvorteil bei 4.680 Euro Jahresumsatz. Identische Zahlungsgebühren verändern diesen Break-even nicht, solange sie bei beiden Tarifen gleich berechnet werden.

Unser Gebühren- und Break-even-Rechner betrachtet mindestens 20 Umsatzstufen. Dadurch werden Tarifwechsel sichtbar, die bei einem Vergleich von nur drei Beispielumsätzen verborgen bleiben. Die umfassende Einordnung der Plattformen findest du im Titelbeitrag.

Auszahlungsfrist als Auswahlkriterium

Die niedrigsten rechnerischen Gebühren helfen wenig, wenn Einnahmen unerwartet lange gebunden bleiben. Deshalb wird für jede untersuchte Plattform ein identischer Testkurs angelegt und ein Testverkauf durchgeführt. Dokumentiert wird der Zeitraum zwischen erfolgreicher Zahlung und tatsächlichem Geldeingang.

Dabei sollten folgende Punkte getrennt erfasst werden:

  • reguläre Auszahlungsfrist
  • zusätzliche Wartezeit bei neuen Konten
  • Auszahlungsrhythmus
  • Mindestbetrag für Auszahlungen
  • Verzögerungen durch Rückerstattungsfristen oder Kontoprüfungen

Eine Differenz von zwei Wochen kann für etablierte Anbieter verkraftbar sein. Bei einem neuen Kursprojekt mit laufenden Werbekosten kann dieselbe Frist die Liquiditätsplanung deutlich erschweren.

Häufige Fragen

Welche Kosten sollte ein Kursplattform-Vergleich enthalten?

Ein vollständiger Vergleich umfasst Grundgebühr, Plattformprovision, Zahlungsgebühren, Kosten je Transaktion, Fremdwährungsgebühren und benötigte Zusatzfunktionen. Auch Auszahlungsfristen und mögliche Reserven sollten berücksichtigt werden.

Welche Plattform ist bei 1.000 Euro Kursumsatz am günstigsten?

Bei niedrigen Umsätzen kann ein Tarif ohne feste Grundgebühr günstiger sein. Das gilt jedoch nur, wenn die prozentualen Gebühren, Funktionsgrenzen und Zahlungsgebühren zusammen unter den Fixkosten anderer Tarife bleiben.

Ab welchem Umsatz lohnt sich ein Tarif ohne Transaktionsgebühr?

Das hängt von der zusätzlichen Grundgebühr und dem eingesparten Prozentsatz ab. Kostet der transaktionsfreie Tarif 120 Euro mehr pro Jahr und spart fünf Prozent Umsatzgebühr, liegt der Break-even bei 2.400 Euro Jahresumsatz.

Warum beeinflusst der durchschnittliche Kurspreis die Gesamtkosten?

Viele Zahlungsdienstleister berechnen neben einem Prozentsatz einen festen Betrag je Transaktion. Zehn Verkäufe zu je 100 Euro verursachen deshalb geringere Fixkosten als 100 Verkäufe zu je zehn Euro, obwohl der Gesamtumsatz identisch ist.